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Wirtschaft

Valie Export: Rebellisches Leben und Kunst im Wandel

Valie Export, geboren 1940 in Linz, zählt zu den einflussreichsten und provokantesten Künstlerinnen der Gegenwart. Ihre Arbeiten reichen von Film über Performance bis hin zu Bildender Kunst und stellen oft gesellschaftliche Normen und Geschlechterrollen in Frage. Besonders prägnant sind ihre Werke, die das Konzept der "Genitalpanik" thematisieren, ein Ausdruck, der die neuartige Wahrnehmung von Geschlecht und Sexualität in der Kunst der 1960er und 1970er Jahre beschreibt. Exports Kunst ist nicht nur eine Reflexion ihrer persönlichen Erlebnisse, sondern auch ein kritischer Kommentar zur gesellschaftlichen Realität, der stark mit der feministischen Bewegung verbunden ist.

Ein zentrales Werk von Valie Export ist die sogenannte "Tastkino"-Performance, die 1968 erstmals aufgeführt wurde. In dieser kontroversen Inszenierung forderte sie die Zuschauer auf, ihre nackten Brüste zu berühren, um die Grenzen zwischen Kunst und Pornografie zu hinterfragen. Diese und andere Arbeiten provozierten nicht nur heftige Reaktionen, sondern eröffneten auch Diskussionen über die Rolle des Körpers in der Kunst. Export nutzte ihre Plattform, um Themen wie das Bewusstsein über den weiblichen Körper und die gesellschaftlichen Vorstellungen von Sexualität zu thematisieren. Ihre Ausdrucksweise und ihr unkonventioneller Ansatz haben sie zu einer Schlüsselfigur in der feministischen Kunstbewegung gemacht, die noch immer viele Künstlerinnen und Künstler inspiriert.

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